An(ge)dacht

oktober2018
 

Liebe Leserinnen und Leser.

Scio me nihil scire – Ich weiß, dass ich nichts weiß.
Dieser Satz wird Cicero zuge-schrieben und ist uns heute ein geläufiges Sprichwort: Ich weiß, dass ich nichts weiß.
Die Begrenztheit des Menschen war jedoch schon lange vorher bekannt. Der Mensch kann das Werk, das Gott tut, nicht ergründen. – so steht es schon im Predigerbuch im Alten Testament.
Viele der damaligen Rätsel und Fragen sind heute gelöst und beant-wortet. Wir wissen heute nicht nur, dass die Erde keine Scheibe, sondern eine Kugel ist, sondern auch, dass sie um die Sonne kreist und vieles mehr.
Doch trotz der vielen Antworten bleiben viele Fragen offen. Die Fragen werden nicht weniger; statt dessen ergeben sich immer wieder neue. Wie groß ist das Weltall? Wie kann man sich es vorstellen, wenn gesagt wird „Es dehnt sich weiter aus.“? etc.
Vieles bleibt offen.
Gerade angesichts der Größe des Universums zeigt sich, wie klein der Mensch doch ist und wie wenig er weiß.
Er kennt sich noch nicht einmal auf „seinem“ Planeten aus. Schät-zungen zufolge leben auf der Erde 8,7 Millionen Tierarten. Von denen jedoch vermutlich ca. 80% noch nicht entdeckt sind. Vieles bleibt offen angesichts der Kleinheit des Menschen und der Größe der Erde und des Universums.
Doch auch im Kleinen kann man nur staunen über das perfekte Zusammen-spiel der einzelen Teile und Teilchen. Wie kann das alles funktionieren?
Ein Doktorant der Chemie sagte einmal dazu: „Es gibt nicht wenige Menschen, die denken, Wissenschaft und Glaube würden einander ausschließen. Ich habe jedoch gegenteilige Erfahrungen gemacht. Mit jeder neuen Entdeckung kann man nur noch mehr über Gottes großartige Schöpfung staunen, da-rüber, wie perfekt die kleinsten Details zusammenpassen. Und mit jeder Er-klärung des Übernatürlichen wird auch das nicht Reale der Bibel ein Stück Wirklichkeit. Wissenschaft und Glaube sind für mich exzellente Partner.“
Wir Menschen können die Schöpfung Gottes nur bewundern, wie es der Monatsspruch sagt. Gott hat alles so schön gemacht.
Begreifen können wir Gott und seine Schöpfung nicht; ihn aber umso mehr ehren und ihm danken.

Herzlich grüßt,
Ihre/Eure Pfarrerin 
Rebekka Günther
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