Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten
als Erstling unter denen, die entschlafen sind. 1.Kor.15,20

Die Brüder Grimm erzählen ein Märchen von einem Bauern, der den Teufel zum Narren hält. Gerade möchte er das frisch bestellte Feld verlassen, da sieht er den Teufel auf einem Schatz sitzen, „der mehr Gold und Silber enthält, als du dein Lebtag gesehen hast“. Den könne er haben, meinte der Teufel, wenn er dafür die Hälfte bekomme, was auf seinem Acker wächst. Der Bauer willigte ein: „Dir soll gehören, was über der Erde ist und mir, was unter der Erde ist.“ Dem Teufel gefiel’s. Wusste er doch: Früher oder später würde, was alles über der Erde ist, darunter sein - Blumen und Gräser, Kinder und Greise, Bauern und Könige. Nur warten muss er, bis die Zeit dies untergräbt: ‚Erde zu Erde,… Staub zu Staub‘. Niemals satt, trotz allem, was er schon nahm – rieb er sich die kalten Hände: „Mag er doch meinen, es ginge halbe halbe“. Die Regeln bestimmt er, sie gelten auch oben.„Das listige Bäuerlein [aber] hatte Rüben gesät“. So blieben dem Teufel nur welke Blätter und seine Wut. Übers Jahr wurde getauscht: „Dein“, sagt jetzt der Teufel, „ist, was über der Erde wächst, und mein, was darunter.“ Wer kann widersprechen? Es ist sein Reich. Nicht nur, dass die oben früher oder später alle zu ihm hinunter müssen. Von dort sind ihm auch nichts und niemand jemals entkommen. Doch wieder geht er leer aus. „Denn der Bauer säte nicht nochmals Rüben, sondern Weizen.“

So sehr ich Märchen und ihre tiefe Weisheit mag, ich möchte nicht glauben, dass am Ende alles nur Staub ist. …Auch nicht, dass die oben sind, oben bleiben - gefangen in Angst um ihre Macht- und die unten, im Leiden und Neiden – weil es nun mal so ist. Ich will nicht glauben, dass die Gräber das Letzte sind, die Hoffnung im Leeren tappt, … dass nur der Tod regiert, und ausgerechnet erst er uns gleichstellt, Ich will nicht daran glauben müssen. - Was dann?

Seit Ostern heißt es, dass EINER das Unten geerdet, das Oben aufgehoben hat. Zeitlebens setzte ER sich ein, gehorchte dem Himmel, vertraute der Erde. Wunderbare Geschichten erzählte ER von Gott und den Menschen, von Lilien und Weizen und Schätzen im Acker. Auch ER verlor alles, wie alle. Und doch ist seither das Oben zuunterst und unten auch Oben, GOTT selbst im Tod und die Menschen in GOTT. Nun aber ist CHRISTUS auferstanden von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind. Der Letzte ist ein ERSTER für viele, für alle und einen. Darauf darf ich vertrauen.
… „Die Frucht ward reif und das Bäuerlein schnitt die vollen Halme bis zur Erde ab. Und als der Teufel kam, fand er nichts als die Stoppeln und fuhr wütend in eine Felsenschlucht hinab. ‚So muss man die Füchse prellen‘, sprach das Bäuerlein, ging hin und holte sich den Schatz.“

Eine tiefe Osterfreude
werde Ihr Schatz!

So wünscht es Ihnen mit Grüßen auch von den Pfarrern F. Klemm und B. Fuß,
Ihre Pfarrerin M. Glöckner

Unsere Schwesterkirchgemeinden

Ev.-Luth. Kirchgemeinde Gelenau

Erich-Weinert-Weg 39
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